Jojo-Effekt

Fast jeder der sich schon mal mit Abnehmen oder einer Diät beschäftigt hat, kennt den berühmten Jojo Effekt. Damit wird die Gewichtszunahme nach einer Diät beschrieben, die auf das ursprüngliche Anfangsgewicht vor der Diät, bzw. auf noch mehr Kilos daher geht.

Warum ist das so?

Der Kalorienbedarf ist von folgenden Faktoren abhängig. Geschlecht, Gewicht, Größe, Alter, Körperzusammensetzung und Aktivität. Vor der Diät isst man einfach nach Hunger und Laune, durchschnittlich eine gewisse Kalorienmenge am Tag. Entsprechend der gegessenen Kalorienmenge stellt sich das Gewicht ein.

Die Formel ist vereinfacht so.

Geschlecht + Gewicht + Alter + Körperzusammensetzung + Größe + Aktivität = Kalorienbedarf

Als Beispiel nehmen wir eine Frau. 80 kg, 30 Jahre, 1,65 m, Bürojob / kein Sport.

Sie isst ca. 2200 kcal am Tag und hält ihr Gewicht von 80 kg. Nun macht diese Frau eine Diät indem sie nur noch die Hälfte an Lebensmitteln konsumiert. So spart sie täglich ca. 1000 Kalorien ein, die nötig wären, um ihr Gewicht zu halten. 7000 eingesparte Kalorien entsprechen einem Kilogramm Körperfett. Wenn diese Frau die Diät streng durchhält, wird sie nach 10 Wochen ungefähr 70 kg wiegen. Die Frau freut sich: „ juhu, meine Diät war Erfolgreich und ich habe 10 kg abgenommen, das reicht mir erstmal, nun kann ich wieder normal Essen.“ Doch was heißt normal? In den meisten Fällen essen wie vorher. Allerdings geht jetzt die Gleichung nicht mehr auf.

Da die Frau jetzt 10 kg weniger wiegt, ist natürlich auch ihr Kalorienbedarf gesunken. Diese 10 kg Körpermasse muss nun nicht von A nach B bewegt werden und die Zellen müssen auch nicht mehr durchblutet werden. Das heißt, der Körper hat einfach keine Arbeit mit dem nicht mehr vorhandenen Gewebe und es wird dementsprechend weniger Energie benötigt.

Anstatt der vorher benötigten Energie von ca. 2200 kcal um die 80 kg zu halten, werden für die 70 kg, jetzt nur noch ca. 2000 kcal benötigt. Würde die Frau jetzt essen wie früher (also einfach gesagt zu viel essen) wäre Sie nun 200 kcal am Tag im Überschuss und würde diese Energie als Fett ansetzten. Und das so lange, bis die Gleichung wieder ausgeglichen ist und sie ihr Gewicht vor der Diät erreicht hat.

Einige setzen auch noch mehr Kilos an. Das liegt zum einen daran, dass bei extremen Diäten im hohen Kaloriendefizit, der Stoffwechsel auf Sparflamme übergeht und mit weniger Energie auskommt. Das war früher nützlich falls mal Hunger drohte oder die Ernte ausfiel. Bis der Stoffwechsel sich dann wieder normalisiert hat, werden zusätzlich weniger Kalorien benötigt. Auch geht beim Gewichtsverlust nicht nur Fett verloren, sondern auch Muskelmasse. Muskeln verbrauchen Energie und sind Luxus für den Körper. Sie sind bis zu einem gewissen Grad nicht überlebenswichtig. Deshalb baut der Körper diese gerne bei Diäten ab um mit weniger Energie auszukommen. Fehlende Muskelmasse = weniger Kalorienverbrauch.

Fazit: Essen wie früher ist leider nicht mehr, wenn man sein neues Gewicht halten will. Man sollte die zugeführte Kalorienmenge dem Verbrauch anpassen.

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Bildquelle:  „Olivier Le Moal/Shutterstock.com“

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